BAYERNLETTER® Novem­ber 2021 | Sonderausgabe

Differenzierung der verschiedenen ausgewiesenen Beträge, Berechnung des Umlagebetrags und viele weitere Themen.
Bayernletter Pflege Altenhilfe

Alten­hil­fe | Sonderbayernletter


Fest­set­zungs- und Zah­lungs­be­schei­de des PAF Bayern

Die Beschei­de des Pfle­ge­aus­bil­dungs­fonds (PAF) Bay­ern sind bei den baye­ri­schen Pfle­ge­ein­rich­tun­gen in den meis­ten Fäl­len am 15.11.2021 eingegangen.


A) Dif­fe­ren­zie­rung der ver­schie­de­nen aus­ge­wie­se­nen Beträge

Erst­ma­lig gibt es ver­schie­de­ne Beträ­ge die Beach­tung bei Ihnen in den Ein­rich­tun­gen fin­den
müs­sen (Sei­te 1 des Bescheides):

1. Umla­ge­be­trag: Dies ist der Betrag aus dem sich die neue Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung
für die Aus­bil­dungs­um­la­ge zum 01.01.2022 errech­net, also der Betrag den Sie von
Ihren Bewoh­nern abrech­nen.
Dif­fe­renz­be­trag: Die­ser Betrag ist nur nach­richt­lich zu sehen; Er stellt den Betrag
dar, den Sie im Jahr 2020 zu wenig oder zu viel von den Bewoh­nern ein­ge­nom­men
haben (durch nied­ri­ge­re oder höhe­re Bele­gung als in der Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung
ver­wen­det)

2. Zu zah­len­der Umla­ge­be­trag: Dies ist der Betrag, den Sie an den Pfle­ge­aus­bil­dungs­fonds über­wei­sen müssen.

Fazit

  • Der Umla­ge­be­trag ist maß­ge­bend für die Aus­bil­dungs­um­la­ge 2022.
  • Der zu zah­len­de Umla­ge­be­trag muss monat­lich an den PAF über­wie­sen werden.

B) Berech­nung des Umlagebetrags

Der gesam­te ermit­tel­te Finan­zie­rungs­be­darf für das Jahr 2022 in Bay­ern wird auf die ein­zel-
nen Pfle­ge­ein­rich­tun­gen umge­legt. Die Berech­nung hier­zu fin­den Sie auf Sei­te 3 des Bescheides.

Es ist noch­mals von Ihrer Sei­te zu über­prü­fen, ob die ange­ge­be­nen (von Ihnen gemel­de­ten)
Voll­zeit­äqui­va­len­te (VZÄ) der Pfle­ge­fach­kräf­te in Ihrer Ein­rich­tung stim­men (Mar­kie­rung
nächs­te Seite).

Fazit
Soll­te Ihnen hier eine hohe Dif­fe­renz zu den Pfle­ge­fach­kräf­ten aus Ihrer LQM, die zum 01.05.2021 Gül­tig­keit hat­te, auf­fal­len, soll­ten Sie dies dem PAF mit­tei­len, da sonst Ihr Umla­ge­be­trag falsch ist.

C) Berech­nung des Differenzbetrags

Bei der Berech­nung des Dif­fe­renz­be­trags auf Sei­te 4 wird gegen­über­ge­stellt, wel­chen Betrag Sie im Jahr 2020 (August-Dezem­ber) an den PAF gezahlt haben und was Sie von den Bewoh­nern oder aus dem Ret­tungs­schirm im Jahr 2020 an Aus­bil­dungs­um­la­ge ein­ge­nom­men haben.

Soll­ten Sie in 2020 weni­ger ein­ge­nom­men als gezahlt haben, min­dert dies nun Ihren in 2022 zu zah­len­den Umla­ge­be­trag unter Punkt 3 auf Sei­te 1 des Beschei­des. Soll­ten Sie mehr ein­ge­nom­men haben erhöht dies Ihren Zah­lungs­be­trag unter Punkt 3.

Es ist auf­ge­fal­len, dass in vie­len Fäl­len nur in der ers­ten Zei­le, bei dem fest­ge­setz­ten Umla­ge­be­trag etwas aus­ge­wie­sen ist und alle ande­ren Zah­len mit 0 auf­ge­führt sind, da die beim PAF gemel­de­ten Zah­len unplau­si­bel erschie­nen. Wie wir fest­ge­stellt haben lag dies in den meis­ten Fäl­len an den gemel­de­ten Berech­nungs­ta­gen. Es soll­ten dem PAF die Berech­nungs­ta­ge aus dem Jahr 2020 ange­ge­ben wer­den zu wel­chen die Aus­bil­dungs­um­la­ge abge­rech­net wur­de. Hier wären die Gesamt­ta­ge anzu­ge­ben gewesen.


Bei­spiel:

  • Abrech­nung Aus­bil­dungs­um­la­ge 01.08.2020–31.12.2020 (5 Monate)
  • 150 Bewoh­ner durch­schnitt­lich in der Ein­rich­tung für den Umla­ge­zeit­raum
    (in der Regel Bele­gung 08.–12.2020)
  • 30,42 Berech­nungs­ta­ge pro Monat pro Bewohner

> In Sum­me sind es 150 x 30,42 x 5 = 22.815 Berechnungstage

> Natür­lich sind die Tage aus dem Heim­ab­rech­nungs­pro­gramm aus­schlag­ge­bend, dies
stellt nur eine Kon­troll­rech­nung dar

Bei­spiel feh­ler­haf­te Anga­be „Spitz­ab­rech­nung“

In die­sem Fall wur­den ein­fach nur die Tage eines Monats angegeben:

Abwei­chen­der Umla­ge­zeit­raum 2020

Falls die Aus­bil­dungs­um­la­ge 2020 erst spä­ter z.B. zum 01.09 oder 01.10. erho­ben wur­de,
müs­sen die Abrech­nungs­ta­ge für 4 oder 3 Mona­te ein­ge­ge­ben werden.

In sol­chen Fäl­len ist auch das Datum „Beginn der Umla­ge­er­he­bung“ beim PAF kor­rekt einzugeben.

Emp­feh­lung Spitz­ab­rech­nung 2020

Bit­te prü­fen Sie noch­mals die Anga­ben, ins­be­son­de­re zu den Berech­nungs­ta­gen 2020, in
Ihrem Bescheid und mel­den dem PAF Bay­ern gege­be­nen­falls noch­mals die kor­rek­ten Berech­nungs­ta­ge für den rich­ti­gen Zeitraum.

Haben Sie Fra­gen? Dann wen­den Sie sich bit­te an Frau Kris­ti­na Jotz per E‑Mail unter
Kristina.Jotz@schwan-partner.de oder rufen Sie an unter 089 665191–14.

Sie kön­nen den BAYERNLETTER® 182 hier als pdf-Datei her­un­ter­la­den.

Bayernletter

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Rainer Walk

Heimkostenabrechnung

Rainer Walk ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Bereich der Sozialwirtschaft tätig und spezialisierte sich bei einem Software-Hersteller in zahlreichen Kunden-Projekten für diesen Markt. Rainer Walk leitete den Support-Bereich, Schulungen und Seminare. Er koordinierte Entwicklungs- und Programmierungsprojekte. Das softwaregestützte Workflow-Management bei Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kam als weiteres Fachgebiet hinzu.
Die Schwerpunkte der Arbeit von Rainer Walk liegen in der herstellerunabhängigen strategischen IT-Beratung im Sozialbereich. Seine Tätigkeitsfelder sind das IT-Projekt- und Prozessmanagement und das Business Process Outsourcing (BPO) im Bereich Abrechnung.

Melanie Schwaiger

Geschäftsführerin

Melanie Schwaiger absolvierte 2009 bereits während ihres Studiums ein Praktikum bei Schwan & Partner. Nachdem sie ihr betriebswirtschaftliches Master-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie in den Bereichen Controlling und Pflegesatzwesen des Unternehmens. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind seitdem die Erstellung von Businessplänen, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie der Aufbau und die Implementierung von Controllinginstrumenten. Seit 2020 ist Frau Schwaiger Leitung des Geschäftsbereiches Finanz- und Rechnungswesen und 2021 wurde ihr zudem die Leitung des Bereichs Controlling übertragen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Melanie Schwaiger Geschäftsführerin von Schwan & Partner.

Edith Pfingstgräf

Projektmanagement

Edith Pfingstgräf ist seit 1999 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) qualifizierte sich berufsbegleitend zur Projektmanagerin IHK. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Edith Pfingstgräf liegen im Projektmanagement und Controlling von Pflegeeinrichtungen - die zielorientierte Planung, Steuerung und Information des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Edith Pfingstgräf hat umfangreiche Projekterfahrung bei der Implementierung eines Controlling-Systems, der Planung, Eröffnung und Betrieb von Senioreneinrichtungen sowie der Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Maria Lehr

Management

Maria Lehr kam bereits mit Erfahrung als Hauswirtsschafts- und stellvertretende Heimleitung in der Altenhilfe 1995 zur Schwan & Partner GmbH. Als Seniorberaterin waren ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Restrukturierung von Verwaltungsabläufen in Einrichtungen der Altenhilfe, die Unterstützung bei der Heimkostenabrechnung sowie die Verhandlung von Investitionskosten. Seit 2020 ist sie Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich operatives Management. Frau Lehr ist Geschäftsführerin von drei Altenhilfeeinrichtungen.

Julian Braun

Geschäftsführer

Julian Braun ist seit 2014 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Der studierte Betriebswirt (M.Sc.) startete im Bereich Controlling und wechselte im Jahr 2016 in die Pflegesatzabteilung. Von da an sammelte er auch Erfahrung im Bereich Management und Beratung als stellvertretende Leitung. 2020 wurde ihm die Leitung des Bereichs Pflegesatzwesen übertragen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Verhandlung von Pflegesätzen und in der Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse. Zudem besitzt er die Qualifikation zur Leitung von Pflegeeinrichtungen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Julian Braun Geschäftsführer von Schwan & Partner.

Andrea Fischer

Office Management

Andrea Fischer ist ausgebildete Industriekauffrau mit einer Weiterbildung zur praktischen Betriebswirtin. Seit 1999 leitet sie das Office Management von Schwan & Partner und ist verantwortlich für die administrativen Aufgaben. Als Prokuristin und Assistentin der Gesellschafter ist sie mit allen Belangen des Unternehmens und der Mitarbeiter*innen betraut.

Hubert Braun

Management / Pflegesatzwesen

Hubert Braun ist studierter Betriebswirt. Seine berufliche Karriere begann 1990 bei einem großen Wohlfahrtsverband. Dort war er für die betriebswirtschaftliche Beratung und für das Pflegesatzwesen verantwortlich.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Controlling sowie im Bereich Pflegesatz für Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen. 

Er berät soziale Einrichtungen bei Leistungs- und Entgeltvereinbarungen und unterstützt sie bei Schiedsstellenverfahren. Die Begleitung bei Betriebsübergängen, die Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen ist ebenso seine Kernkompetenz.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Planern und Investoren bei der Projektierung und Realisierung von Senioreneinrichtungen. Hubert Braun ist Mitglied der Landespflegesatzkommission Bayern.

Silvia Josephi

Finanzbuchhaltung

Silvia Josephi ist ausgebildete IT-Kauffrau, geprüfte Bilanzbuchhalterin (IHK) und internationale Bilanzbuchhalterin (IHK). Seit 1995 ist sie bei der Schwan & Partner GmbH für den Aufbau und die kontinuierliche Expansion des Geschäftsbereiches Finanzbuchhaltung in den Bereichen Alten-, Behinderten-, und Jugendhilfe sowie für kommunale Einrichtungen verantwortlich. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Übernahme von laufenden Buchhaltungen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Ansprechpartnerin für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Implementierung von Kostenrechnungsstrukturen. Im Bereich der Beratung gehören zu ihrer Expertise praxisorientierte Soll-IST-Analysen von Prozessabläufen und Organisationsstrukturen innerhalb der Abteilung Rechnungswesen sozialer Einrichtungen.

Hartmut Joithe

Geschäftsführender Gesellschafter