BAYERNLETTER® Novem­ber 2019

Wissenswertes zur Leistungsabrechnung 2.0.

Aus­ga­be 151

Alten­hil­fe | Aus der Pra­xis für die Praxis

I. Leis­tungs­ab­rech­nung 2.0

Seit nun über zwan­zig Jah­ren unter­lie­gen die Leis­tungs­er­brin­ger den leis­tungs­recht­li­chen Abrech­nungs­ge­setz­mä­ßig­kei­ten der Pfle­ge­ver­si­che­rung. Bei die­sem lan­gen Zeit­raum könn­te der Ein­druck ent­ste­hen, dass im Zusam­men­spiel zwi­schen Kos­ten­trä­gern und Leis­tungs­er­brin­gern admi­nis­tra­ti­ve Syn­er­gie­ef­fek­te ein­ge­tre­ten wären, die einen rei­bungs­lo­sen und effek­ti­ven Abrech­nungs- und Ver­gü­tungs­ab­lauf garan­tie­ren wür­den. Doch die Pra­xis zeigt deut­lich, dies ist bis heu­te nicht der Fall!

Die demo­gra­phi­sche Ent­wick­lung mach­te es in der Pfle­ge­bran­che erfor­der­lich, stets neue und inno­va­ti­ve Ver­sor­gungs­for­men zu eta­blie­ren. Im sta­tio­nä­ren und teil­sta­tio­nä­ren Leis­tungs­be­reich haben sich bewähr­te Leis­tungs­be­rei­che wei­ter­ent­wi­ckelt, gänz­lich neue The­men kamen in den letz­ten Jah­ren hin­zu, wie zum Bei­spiel die Kurz­zeit­pfle­ge nach § 39c SGB V, oder auch ganz aktu­ell die neue Ver­gü­tungs­pau­scha­le nach § 132g SGB V für Leis­tun­gen in der letz­ten Lebens­pha­se. Dazu brach­te die ver­wal­tungs­tech­ni­sche Umset­zung sämt­li­cher Pfle­ge­stär­kungs­ge­set­ze in den letz­ten Jah­ren den Leis­tungs­er­brin­gern bei wei­term kei­ne ver­wal­tungs­tech­ni­sche Erleich­te­rung, ganz im Gegenteil.

Schöp­fen die Leis­tungs­er­brin­ger die gan­ze Palet­te der mög­li­chen Ver­sor­gungs­for­men aus, müs­sen sie sich heut­zu­ta­ge hin­sicht­lich der Leis­tungs­ab­rech­nung ganz anders auf­stel­len, als zu Beginn der Pfle­ge­ver­si­che­rung im Jah­re 1996. Will man in die­sen Tagen hoch­ef­fi­zi­ent aus Sicht der Leis­tungs­er­brin­ger abrech­nen, gilt es vor allem die rich­ti­ge Pro­zess­ab­stim­mung zwi­schen den Berei­chen Abrech­nung, Finanz­buch­hal­tung und Con­trol­ling inner­halb der Ein­rich­tung bzw. des Trä­gers zu defi­nie­ren. Geschieht dies nicht bereichs­über­grei­fend, endet dies meist in hohen For­de­rungs­be­stän­den bei den Leis­tungs­er­brin­gern, da die vor­han­de­nen ver­wal­tungs­tech­ni­schen Res­sour­cen auf die Pro­zess­ge­ge­ben­hei­ten nicht auf­ein­an­der abge­stimmt sind. Oft wer­den bei die­ser The­ma­tik auch die unter­schied­li­chen Zah­lungs­strö­me der Kos­ten­trä­ger nicht ent­spre­chend berück­sich­tigt, da kei­ne inter­ne admi­nis­tra­ti­ve Ana­ly­se erfolg­te, wel­che Leis­tungs­an­sprü­che zum idea­len Zeit­punkt abzu­rech­nen wären, um den mög­lichst kurz­fris­ti­gen Zah­lungs­aus­gleich der Kos­ten­trä­ger zu erhalten.

Wei­ter gilt lei­der fest­zu­hal­ten, dass wir auch im Jah­re 2019 nach wie vor Rech­nungs­stel­lun­gen via Papier nicht abge­stellt bekom­men, was natür­lich Zah­lungs­strö­me per se nicht beschleunigt.

Fazit:Die Leis­tungs­er­brin­ger in der Alten­hil­fe müs­sen sich heu­te viel mehr denn je den Abrech­nungs– und Ver­gü­tungs­pro­zes­sen stel­len, die­se gänz­lich neu ana­ly­sie­ren und ent­spre­chend optimieren.Ein moder­ner Ein­rich­tungs­trä­ger von heu­te muss sich gera­de bei einem Umfeld mit ste­tig stei­gen­der Digi­ta­li­sie­rung auch beim The­ma Leis­tungs­ab­rech­nung gänz­lich neu aufstellen.

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Rainer Walk

Heimkostenabrechnung

Rainer Walk ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Bereich der Sozialwirtschaft tätig und spezialisierte sich bei einem Software-Hersteller in zahlreichen Kunden-Projekten für diesen Markt. Rainer Walk leitete den Support-Bereich, Schulungen und Seminare. Er koordinierte Entwicklungs- und Programmierungsprojekte. Das softwaregestützte Workflow-Management bei Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kam als weiteres Fachgebiet hinzu.
Die Schwerpunkte der Arbeit von Rainer Walk liegen in der herstellerunabhängigen strategischen IT-Beratung im Sozialbereich. Seine Tätigkeitsfelder sind das IT-Projekt- und Prozessmanagement und das Business Process Outsourcing (BPO) im Bereich Abrechnung.

Melanie Schwaiger

Geschäftsführerin

Melanie Schwaiger absolvierte 2009 bereits während ihres Studiums ein Praktikum bei Schwan & Partner. Nachdem sie ihr betriebswirtschaftliches Master-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie in den Bereichen Controlling und Pflegesatzwesen des Unternehmens. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind seitdem die Erstellung von Businessplänen, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie der Aufbau und die Implementierung von Controllinginstrumenten. Seit 2020 ist Frau Schwaiger Leitung des Geschäftsbereiches Finanz- und Rechnungswesen und 2021 wurde ihr zudem die Leitung des Bereichs Controlling übertragen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Melanie Schwaiger Geschäftsführerin von Schwan & Partner.

Edith Pfingstgräf

Projektmanagement

Edith Pfingstgräf ist seit 1999 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) qualifizierte sich berufsbegleitend zur Projektmanagerin IHK. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Edith Pfingstgräf liegen im Projektmanagement und Controlling von Pflegeeinrichtungen - die zielorientierte Planung, Steuerung und Information des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Edith Pfingstgräf hat umfangreiche Projekterfahrung bei der Implementierung eines Controlling-Systems, der Planung, Eröffnung und Betrieb von Senioreneinrichtungen sowie der Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Maria Lehr

Management

Maria Lehr kam bereits mit Erfahrung als Hauswirtsschafts- und stellvertretende Heimleitung in der Altenhilfe 1995 zur Schwan & Partner GmbH. Als Seniorberaterin waren ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Restrukturierung von Verwaltungsabläufen in Einrichtungen der Altenhilfe, die Unterstützung bei der Heimkostenabrechnung sowie die Verhandlung von Investitionskosten. Seit 2020 ist sie Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich operatives Management. Frau Lehr ist Geschäftsführerin von drei Altenhilfeeinrichtungen.

Julian Braun

Geschäftsführer

Julian Braun ist seit 2014 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Der studierte Betriebswirt (M.Sc.) startete im Bereich Controlling und wechselte im Jahr 2016 in die Pflegesatzabteilung. Von da an sammelte er auch Erfahrung im Bereich Management und Beratung als stellvertretende Leitung. 2020 wurde ihm die Leitung des Bereichs Pflegesatzwesen übertragen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Verhandlung von Pflegesätzen und in der Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse. Zudem besitzt er die Qualifikation zur Leitung von Pflegeeinrichtungen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Julian Braun Geschäftsführer von Schwan & Partner.

Andrea Fischer

Office Management

Andrea Fischer ist ausgebildete Industriekauffrau mit einer Weiterbildung zur praktischen Betriebswirtin. Seit 1999 leitet sie das Office Management von Schwan & Partner und ist verantwortlich für die administrativen Aufgaben. Als Prokuristin und Assistentin der Gesellschafter ist sie mit allen Belangen des Unternehmens und der Mitarbeiter*innen betraut.

Hubert Braun

Management / Pflegesatzwesen

Hubert Braun ist studierter Betriebswirt. Seine berufliche Karriere begann 1990 bei einem großen Wohlfahrtsverband. Dort war er für die betriebswirtschaftliche Beratung und für das Pflegesatzwesen verantwortlich.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Controlling sowie im Bereich Pflegesatz für Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen. 

Er berät soziale Einrichtungen bei Leistungs- und Entgeltvereinbarungen und unterstützt sie bei Schiedsstellenverfahren. Die Begleitung bei Betriebsübergängen, die Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen ist ebenso seine Kernkompetenz.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Planern und Investoren bei der Projektierung und Realisierung von Senioreneinrichtungen. Hubert Braun ist Mitglied der Landespflegesatzkommission Bayern.

Silvia Josephi

Finanzbuchhaltung

Silvia Josephi ist ausgebildete IT-Kauffrau, geprüfte Bilanzbuchhalterin (IHK) und internationale Bilanzbuchhalterin (IHK). Seit 1995 ist sie bei der Schwan & Partner GmbH für den Aufbau und die kontinuierliche Expansion des Geschäftsbereiches Finanzbuchhaltung in den Bereichen Alten-, Behinderten-, und Jugendhilfe sowie für kommunale Einrichtungen verantwortlich. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Übernahme von laufenden Buchhaltungen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Ansprechpartnerin für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Implementierung von Kostenrechnungsstrukturen. Im Bereich der Beratung gehören zu ihrer Expertise praxisorientierte Soll-IST-Analysen von Prozessabläufen und Organisationsstrukturen innerhalb der Abteilung Rechnungswesen sozialer Einrichtungen.

Hartmut Joithe

Geschäftsführender Gesellschafter