BAYERNLETTER® Janu­ar 2019

Wissenswertes zum Pflegepersonalstärkungsgesetz, Rückschlüsse aus der Pflegestatistik und weitere Themen.

Aus­ga­be 141

Alten­hil­fe | Aus der Pra­xis für die Praxis

1. Pfle­ge­per­so­nal­stär­kungs­ge­setz

Sach­stand
Die Fest­le­gun­gen des GKV-Spit­zen­ver­ban­des nach § 8 Absatz 6 SGB XI wur­den am 21.12.2018 den Leis­tungs­er­brin­gern zum Her­stel­len des Beneh­mens zuge­sandt. Die­se Fest­le­gun­gen sind sehr ein­sei­tig, sehr büro­kra­tisch, sehr ver­wal­tungs­in­ten­siv und noch nicht geneh­migt.

Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, die bereits in Vor­leis­tung gegan­gen sind und neue Pfle­ge­kräf­te schon in der zwei­te Jah­res­hälf­te 2018 gesucht und ein­ge­stellt haben, sol­len laut die­sen Fest­le­gun­gen nicht berück­sich­tigt wer­den, da der Ein­tritts­ter­min fest als 01.01.2019 gel­ten soll.

Über­gangs­ver­fah­ren Bay­ern
Lei­der wur­den die nicht geneh­mig­ten Fest­le­gun­gen des GKV-Spit­zen­ver­ban­des als Über­gangs­ver­fah­ren für Bay­ern fest­ge­legt. 

Da die­se Rege­lun­gen u. E. recht­lich unwirk­sam sind, emp­feh­len wir, wei­ter­hin Anträ­ge zu stel­len und auf die end­gül­ti­gen Fest­le­gun­gen zu warten.

Fazit 
Schnell und unbü­ro­kra­tisch soll­ten 13.000 Stel­len für die Pfle­ge­hei­me zum 01.01.2019 geschaf­fen wer­den. So haben wir das nun neun Mona­te von der Poli­tik gehört.

Mit dem Ent­wurf der Fest­le­gun­gen des GKV-Spit­zen­ver­ban­des wird nun das Gegen­teil den Pfle­ge­hei­men prä­sen­tiert: Vie­le Hür­den und sehr viel nicht refi­nan­zier­ter büro­kra­ti­scher Ver­wal­tungs­auf­wand.

Für die Pfle­ge­kräf­te ist dies demo­ti­vie­rend, da die­se wei­ter auf eine Ver­bes­se­rung in der Pfle­ge war­ten müssen.

2. Pfle­ge­sta­tis­tik 2017 zeigt auf: 
    Bay­ri­sche Pfle­ge­sät­ze nur noch Mittelmaß

Die neue Pfle­ge­sta­tis­tik 2017 (Deutsch­lan­d­er­geb­nis­se) wur­de am 18. Dezem­ber 2018 von den sta­tis­ti­schen Ämtern des Bun­des und der Län­der ver­öf­fent­licht. Die Pfle­ge­sta­tis­tik wird seit 1999 alle zwei Jah­re durch­ge­führt; die Ergeb­nis­se zur Pfle­ge­sta­tis­tik ste­hen im Inter­net kos­ten­frei zur Ver­fü­gung unter: 
www​.desta​tis​.de/​D​E​/​P​u​b​l​i​k​a​t​i​o​n​e​n​/​T​h​e​m​a​t​i​s​c​h​/​G​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​P​f​l​e​g​e​/​P​f​l​e​g​e​D​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​e​r​g​e​b​n​i​s​s​e​.​h​tml

Die Pfle­ge­sta­tis­tik 2017 offen­bart: Bay­ri­sche Pfle­ge­sät­ze bewe­gen sich im Steil­flug ins Mit­tel­maß.

Bay­ern auf Platz 6 abgerutscht

  • Die Bay­ri­schen Pfle­ge­sät­ze inkl. der Ent­gel­te für Unter­kunft und Ver­pfle­gung, lie­gen im Län­der­ver­gleich mit durch­schnitt­lich 2.702,21 Euro im Pfle­ge­grad 3 nur noch auf Platz 6 hin­ter den Spit­zen­rei­tern Saar­land, Nord­rhein-West­fa­len und Baden-Würt­tem­berg; selbst Ber­lin und Rhein­land-Pfalz zogen an Bay­ern vorbei.
  • In den Jah­ren 2011 bis 2015 lag Bay­ern stets mit nahe­zu iden­ti­schen Ver­gü­tungs­sät­zen knapp hin­ter Baden-Würt­tem­berg in der Spit­zen­grup­pe auf Platz 2 — 4. In der aktu­el­len Erhe­bung liegt Bay­ern rund 240 Euro (durch­schnitt­lich über alle Pfle­ge­gra­de) hin­ter Baden-Würt­tem­berg zurück. Im Saar­land und NRW sind die Ver­gü­tun­gen 348 bzw. 308 Euro höher als in Bayern.
Preisvergleich
Fazit Preis­ver­gleich
Trotz angeb­lich guter Per­so­nal­aus­stat­tung in der Pfle­ge wird Bay­ern im Preis­ver­gleich „nach unten durch­ge­reicht“ und befin­det sich nur noch gering­fü­gig über dem bun­des­wei­ten Durch­schnitt. Unter den west­deut­schen Flä­chen­län­dern haben nur noch Nie­der­sa­chen und Hes­sen nied­ri­ge­re Pfle­ge­sät­ze.
Bay­ern hat somit den Anschluss an die Spit­zen­grup­pe verloren.

Die Grün­de dafür sind nicht refi­nan­zier­te Ver­wal­tungs­kos­ten, Sach­kos­ten und Haus­wirt­schafts­kos­ten. Die bay­ri­schen Pfle­ge­hei­me haben hier drin­gen­den Hand­lungs­be­darf!

Ver­tei­lung der Pfle­ge­gra­de: höchs­te Pfle­ge­gra­de in Bay­ern und Baden-Württemberg

  • pro­zen­tu­al gese­hen hat Bay­ern im Län­der­ver­gleich mit 17,4 % den zweit­höchs­ten Anteil an Pfle­ge­grad 4 (16,1 % im deutsch­land­wei­ten Durch­schnitt) und mit 8,2 % sogar den höchs­ten Anteil an Pfle­ge­grad 5 (6,6 % im deutsch­land­wei­ten Durchschnitt)
  • wür­de man einen durch­schnitt­li­chen Pfle­ge­grad bil­den, läge Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg gemein­sam an ers­ter Stel­le mit einem durch­schnitt­li­chen Pfle­ge­grad von 2,88 % (2,81 % im deutsch­land­wei­ten Durchschnitt)

Quel­le: Pfle­ge­sta­tis­tik 2017

Haben Sie Fra­gen?
Dann wen­den Sie sich bit­te an Herrn Hubert Braun
per E‑Mail unter hubert.braun(at)schwan-partner.de
oder rufen Sie an unter 089 665191–36. 

Sie kön­nen die­sen BAYERNLETTER® auch als pdf-Datei herunterladen.

Bayernletter

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Rainer Walk

Heimkostenabrechnung

Rainer Walk ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Bereich der Sozialwirtschaft tätig und spezialisierte sich bei einem Software-Hersteller in zahlreichen Kunden-Projekten für diesen Markt. Rainer Walk leitete den Support-Bereich, Schulungen und Seminare. Er koordinierte Entwicklungs- und Programmierungsprojekte. Das softwaregestützte Workflow-Management bei Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kam als weiteres Fachgebiet hinzu.
Die Schwerpunkte der Arbeit von Rainer Walk liegen in der herstellerunabhängigen strategischen IT-Beratung im Sozialbereich. Seine Tätigkeitsfelder sind das IT-Projekt- und Prozessmanagement und das Business Process Outsourcing (BPO) im Bereich Abrechnung.

Melanie Schwaiger

Geschäftsführerin

Melanie Schwaiger absolvierte 2009 bereits während ihres Studiums ein Praktikum bei Schwan & Partner. Nachdem sie ihr betriebswirtschaftliches Master-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie in den Bereichen Controlling und Pflegesatzwesen des Unternehmens. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind seitdem die Erstellung von Businessplänen, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie der Aufbau und die Implementierung von Controllinginstrumenten. Seit 2020 ist Frau Schwaiger Leitung des Geschäftsbereiches Finanz- und Rechnungswesen und 2021 wurde ihr zudem die Leitung des Bereichs Controlling übertragen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Melanie Schwaiger Geschäftsführerin von Schwan & Partner.

Edith Pfingstgräf

Projektmanagement

Edith Pfingstgräf ist seit 1999 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) qualifizierte sich berufsbegleitend zur Projektmanagerin IHK. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Edith Pfingstgräf liegen im Projektmanagement und Controlling von Pflegeeinrichtungen - die zielorientierte Planung, Steuerung und Information des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Edith Pfingstgräf hat umfangreiche Projekterfahrung bei der Implementierung eines Controlling-Systems, der Planung, Eröffnung und Betrieb von Senioreneinrichtungen sowie der Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Maria Lehr

Management

Maria Lehr kam bereits mit Erfahrung als Hauswirtsschafts- und stellvertretende Heimleitung in der Altenhilfe 1995 zur Schwan & Partner GmbH. Als Seniorberaterin waren ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Restrukturierung von Verwaltungsabläufen in Einrichtungen der Altenhilfe, die Unterstützung bei der Heimkostenabrechnung sowie die Verhandlung von Investitionskosten. Seit 2020 ist sie Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich operatives Management. Frau Lehr ist Geschäftsführerin von drei Altenhilfeeinrichtungen.

Julian Braun

Geschäftsführer

Julian Braun ist seit 2014 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Der studierte Betriebswirt (M.Sc.) startete im Bereich Controlling und wechselte im Jahr 2016 in die Pflegesatzabteilung. Von da an sammelte er auch Erfahrung im Bereich Management und Beratung als stellvertretende Leitung. 2020 wurde ihm die Leitung des Bereichs Pflegesatzwesen übertragen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Verhandlung von Pflegesätzen und in der Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse. Zudem besitzt er die Qualifikation zur Leitung von Pflegeeinrichtungen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Julian Braun Geschäftsführer von Schwan & Partner.

Andrea Fischer

Office Management

Andrea Fischer ist ausgebildete Industriekauffrau mit einer Weiterbildung zur praktischen Betriebswirtin. Seit 1999 leitet sie das Office Management von Schwan & Partner und ist verantwortlich für die administrativen Aufgaben. Als Prokuristin und Assistentin der Gesellschafter ist sie mit allen Belangen des Unternehmens und der Mitarbeiter*innen betraut.

Hubert Braun

Management / Pflegesatzwesen

Hubert Braun ist studierter Betriebswirt. Seine berufliche Karriere begann 1990 bei einem großen Wohlfahrtsverband. Dort war er für die betriebswirtschaftliche Beratung und für das Pflegesatzwesen verantwortlich.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Controlling sowie im Bereich Pflegesatz für Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen. 

Er berät soziale Einrichtungen bei Leistungs- und Entgeltvereinbarungen und unterstützt sie bei Schiedsstellenverfahren. Die Begleitung bei Betriebsübergängen, die Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen ist ebenso seine Kernkompetenz.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Planern und Investoren bei der Projektierung und Realisierung von Senioreneinrichtungen. Hubert Braun ist Mitglied der Landespflegesatzkommission Bayern.

Silvia Josephi

Finanzbuchhaltung

Silvia Josephi ist ausgebildete IT-Kauffrau, geprüfte Bilanzbuchhalterin (IHK) und internationale Bilanzbuchhalterin (IHK). Seit 1995 ist sie bei der Schwan & Partner GmbH für den Aufbau und die kontinuierliche Expansion des Geschäftsbereiches Finanzbuchhaltung in den Bereichen Alten-, Behinderten-, und Jugendhilfe sowie für kommunale Einrichtungen verantwortlich. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Übernahme von laufenden Buchhaltungen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Ansprechpartnerin für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Implementierung von Kostenrechnungsstrukturen. Im Bereich der Beratung gehören zu ihrer Expertise praxisorientierte Soll-IST-Analysen von Prozessabläufen und Organisationsstrukturen innerhalb der Abteilung Rechnungswesen sozialer Einrichtungen.

Hartmut Joithe

Geschäftsführender Gesellschafter