BAYERNLETTER® Febru­ar 2019

Warum ist Controlling in der Altenpflege sinnvoll? Im aktuellen BAYERNLETTER geben wir die Antwort.

Aus­ga­be 142

Alten­hil­fe | Aus der Pra­xis für die Praxis

War­um Con­trol­ling in der Altenpflege?

Con­trol­ling ist das Ver­fah­ren, Unter­neh­mens­pro­zes­se zu pla­nen, zu steu­ern und damit vor­her ver­ein­bar­te Zie­le zu errei­chen – immer unter Berück­sich­ti­gung der aktu­el­len wirt­schaft­li­chen Lage. Erfolg­rei­che Ein­rich­tun­gen in der Alten­pfle­ge müs­sen vor­aus­schau­end den­ken, die rich­ti­gen stra­te­gi­schen Ziel­grö­ßen bestim­men und Infor­ma­ti­ons­flüs­se koor­di­nie­ren. Der Ein­satz­be­reich Con­trol­ling schafft dafür die Basis. Ziel ist es, den wan­deln­den Anfor­de­run­gen stand­zu­hal­ten und vali­de Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Con­trol­ling ist als Schnitt­stel­le im Unter­neh­men zu ver­ste­hen. Erst die Zusam­men­ar­beit von Füh­rungs­kräf­ten und Con­trol­lern – das Zusam­men­spiel theo­re­ti­scher und prak­ti­scher Betriebs­wirt­schaft – macht das Con­trol­ling erfolg­reich und damit das gesam­te Unternehmen.

Berich­te und Kenn­zah­len haben das Ziel, Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ten­de im Unter­neh­men in kom­pak­ter Form über wich­ti­ge betriebs­wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge sowie die Leis­tungs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens zu infor­mie­ren. Gleich­zei­tig erhal­ten Sie früh­zei­tig Hin­wei­se auf kri­ti­sche Ent­wick­lun­gen und kön­nen recht­zei­tig gegensteuern.

Ziel des Con­trol­lings im sozia­len Bereich:
die Ver­ei­ni­gung öko­no­mi­scher Effi­zi­enz mit menschlicherWürde!

Fazit: Con­trol­ling

  • ist Teil­be­reich des unter­neh­me­ri­schen Führungssystems
  • soll eine betriebs­wirt­schaft­li­che Trans­pa­renz­funk­ti­on erfül­len und die Infor­ma­tio­nen für Zwe­cke der Füh­rung bereitstellen
  • soll eine ziel­be­zo­ge­ne, erfolgs­ori­en­tier­te Steue­rung des Unter­neh­mens ermöglichen
  • soll die sys­te­ma­ti­sche Fest­le­gung und Zuord­nung der zu ver­fol­gen­den Zie­le, die Mes­sung ihrer Errei­chung, die Fest­le­gung von Soll-Ist-Abwei­chun­gen und die Erar­bei­tung von Maß­nah­men zu deren Besei­ti­gung sicher­stel­len (Füh­rung des Unter­neh­mens mit Ziel­ver­ein­ba­run­gen durch und mit Hil­fe der Planung)
  • soll als Früh­warn­sys­tem mit geeig­ne­ten Con­trol­ling-Werk­zeu­gen dienen
  • hat als Ziel die Har­mo­ni­sie­rung der Abläu­fe, eine erhöh­te Daten­qua­li­tät, redu­zier­te Pro­zess­kos­ten und damit eine Opti­mie­rung des inter­nen Managements

Beim Stich­wort „Früh­erken­nung“ führt kein Weg am Con­trol­ling vor­bei. Die Alten­hil­fe benö­tigt rele­van­te kauf­män­ni­sche Steue­rungs­in­stru­men­te, um erfolg­reich wirt­schaf­ten zu können.

Mit dem monat­li­chen Soll-Ist-Ver­gleich hin­sicht­lich der gesetz­ten Zie­le behal­ten Sie stets die Über­sicht bezüg­lich der ver­ein­bar­ten Maß­nah­men. Das ist die Grund­vor­aus­set­zung für Ihre Zielerreichung!

Wann ist ein Unter­neh­mens-Check notwendig?

  • Sie haben kei­ne Trans­pa­renz über die Wirt­schaft­lich­keit der ein­zel­nen Unter­neh­mens­be­rei­che (Volls­tat. Pfle­ge, Ambu­lan­te Pfle­ge, Haus­wirt­schaft, Küche, Verwaltung…)
  • Ent­spre­chen­de Steue­rungs­in­stru­men­te und ein hand­lungs­aus­lö­sen­des Con­trol­ling feh­len (Infor­ma­tio­nen zur Bele­gungs­si­tua­ti­on, Pfle­ge­grad-Mix, Per­so­nal­aus­stat­tung, betriebs­wirt­schaft­li­chem Ergebnis)
  • Ihre unter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dungs­si­cher­heit ist dadurch maß­geb­lich beeinträchtigt
  • Sie haben kei­ne Kennt­nis dar­über, ob die Liqui­di­tät der nächs­ten Mona­te gesi­chert ist
  • Es exis­tiert kein Wirt­schafts­plan und der dazu­ge­hö­ri­ge Erlös­plan (mit Bele­gungs­ent­wick­lung, Pfle­ge­grad-Mix, Pfle­ge­satz­an­pas­sun­gen), Stel­len­plan (mit Berück­sich­ti­gung der Tarif­stei­ge­rung), Inves­ti­ti­ons­plan und damit kei­ne Zukunftssicht

Ein Unter­neh­mens-Check dient der Erken­nung von Stär­ken und Schwä­chen der ver­schie­de­nen Unter­neh­mens­be­rei­che. Es wird eine Ana­ly­se und Aus­wer­tung des ope­ra­ti­ven Geschäfts, der betrieb­li­chen Pro­zes­se und Infor­ma­ti­ons­we­ge durch­ge­führt. Die­se deckt Defi­zi­te auf und zeigt, wo Hand­lungs­be­darf besteht. Wir ent­wi­ckeln einen Maß­nah­men­ka­ta­log und beglei­ten auf­Wunsch die not­wen­di­gen Änderungsprozesse.

Haben Sie Fra­gen?
Dann wen­den Sie sich bit­te an Frau Edith Pfingst­gräf
per E‑Mail unter edith.pfingstgraef(at)schwan-partner.de
oder rufen Sie an unter 089 665191–18. 

Sie kön­nen die­sen BAYERNLETTER® auch als pdf-Datei herunterladen.

Bayernletter

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Rainer Walk

Heimkostenabrechnung

Rainer Walk ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Bereich der Sozialwirtschaft tätig und spezialisierte sich bei einem Software-Hersteller in zahlreichen Kunden-Projekten für diesen Markt. Rainer Walk leitete den Support-Bereich, Schulungen und Seminare. Er koordinierte Entwicklungs- und Programmierungsprojekte. Das softwaregestützte Workflow-Management bei Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kam als weiteres Fachgebiet hinzu.
Die Schwerpunkte der Arbeit von Rainer Walk liegen in der herstellerunabhängigen strategischen IT-Beratung im Sozialbereich. Seine Tätigkeitsfelder sind das IT-Projekt- und Prozessmanagement und das Business Process Outsourcing (BPO) im Bereich Abrechnung.

Melanie Schwaiger

Geschäftsführerin

Melanie Schwaiger absolvierte 2009 bereits während ihres Studiums ein Praktikum bei Schwan & Partner. Nachdem sie ihr betriebswirtschaftliches Master-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie in den Bereichen Controlling und Pflegesatzwesen des Unternehmens. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind seitdem die Erstellung von Businessplänen, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie der Aufbau und die Implementierung von Controllinginstrumenten. Seit 2020 ist Frau Schwaiger Leitung des Geschäftsbereiches Finanz- und Rechnungswesen und 2021 wurde ihr zudem die Leitung des Bereichs Controlling übertragen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Melanie Schwaiger Geschäftsführerin von Schwan & Partner.

Edith Pfingstgräf

Projektmanagement

Edith Pfingstgräf ist seit 1999 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) qualifizierte sich berufsbegleitend zur Projektmanagerin IHK. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Edith Pfingstgräf liegen im Projektmanagement und Controlling von Pflegeeinrichtungen - die zielorientierte Planung, Steuerung und Information des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Edith Pfingstgräf hat umfangreiche Projekterfahrung bei der Implementierung eines Controlling-Systems, der Planung, Eröffnung und Betrieb von Senioreneinrichtungen sowie der Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Maria Lehr

Management

Maria Lehr kam bereits mit Erfahrung als Hauswirtsschafts- und stellvertretende Heimleitung in der Altenhilfe 1995 zur Schwan & Partner GmbH. Als Seniorberaterin waren ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Restrukturierung von Verwaltungsabläufen in Einrichtungen der Altenhilfe, die Unterstützung bei der Heimkostenabrechnung sowie die Verhandlung von Investitionskosten. Seit 2020 ist sie Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich operatives Management. Frau Lehr ist Geschäftsführerin von drei Altenhilfeeinrichtungen.

Julian Braun

Geschäftsführer

Julian Braun ist seit 2014 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Der studierte Betriebswirt (M.Sc.) startete im Bereich Controlling und wechselte im Jahr 2016 in die Pflegesatzabteilung. Von da an sammelte er auch Erfahrung im Bereich Management und Beratung als stellvertretende Leitung. 2020 wurde ihm die Leitung des Bereichs Pflegesatzwesen übertragen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Verhandlung von Pflegesätzen und in der Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse. Zudem besitzt er die Qualifikation zur Leitung von Pflegeeinrichtungen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Julian Braun Geschäftsführer von Schwan & Partner.

Andrea Fischer

Office Management

Andrea Fischer ist ausgebildete Industriekauffrau mit einer Weiterbildung zur praktischen Betriebswirtin. Seit 1999 leitet sie das Office Management von Schwan & Partner und ist verantwortlich für die administrativen Aufgaben. Als Prokuristin und Assistentin der Gesellschafter ist sie mit allen Belangen des Unternehmens und der Mitarbeiter*innen betraut.

Hubert Braun

Management / Pflegesatzwesen

Hubert Braun ist studierter Betriebswirt. Seine berufliche Karriere begann 1990 bei einem großen Wohlfahrtsverband. Dort war er für die betriebswirtschaftliche Beratung und für das Pflegesatzwesen verantwortlich.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Controlling sowie im Bereich Pflegesatz für Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen. 

Er berät soziale Einrichtungen bei Leistungs- und Entgeltvereinbarungen und unterstützt sie bei Schiedsstellenverfahren. Die Begleitung bei Betriebsübergängen, die Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen ist ebenso seine Kernkompetenz.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Planern und Investoren bei der Projektierung und Realisierung von Senioreneinrichtungen. Hubert Braun ist Mitglied der Landespflegesatzkommission Bayern.

Silvia Josephi

Finanzbuchhaltung

Silvia Josephi ist ausgebildete IT-Kauffrau, geprüfte Bilanzbuchhalterin (IHK) und internationale Bilanzbuchhalterin (IHK). Seit 1995 ist sie bei der Schwan & Partner GmbH für den Aufbau und die kontinuierliche Expansion des Geschäftsbereiches Finanzbuchhaltung in den Bereichen Alten-, Behinderten-, und Jugendhilfe sowie für kommunale Einrichtungen verantwortlich. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Übernahme von laufenden Buchhaltungen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Ansprechpartnerin für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Implementierung von Kostenrechnungsstrukturen. Im Bereich der Beratung gehören zu ihrer Expertise praxisorientierte Soll-IST-Analysen von Prozessabläufen und Organisationsstrukturen innerhalb der Abteilung Rechnungswesen sozialer Einrichtungen.

Hartmut Joithe

Geschäftsführender Gesellschafter