BAYERNLETTER® Febru­ar 2018

Die Groko und mögliche Auswirkungen auf die Pflege.

Aus­ga­be 132

Alten­hil­fe | Aus der Pra­xis für die Praxis

Die Gro­ko scheint Wirk­lich­keit zu werden!

Das Koali­ti­ons­pa­pier bezif­fert die poli­ti­schen Geld­ge­schen­ke mit einer Ran­ge von 46 Mil­li­ar­den Euro groß­zü­gig, für die sta­tio­nä­re Alten­hil­fe ist auch etwas im Gesamt­pa­ket ent­hal­ten. Rund 8.000 neue Stel­len hört sich viel an, bedeu­tet für den ein­zel­nen Bewohner*in jedoch gera­de nicht ein­mal eine Voll­zeit­kraft auf 100 (!) Bewohner*innen.

Der gro­ße Wurf ist das wohl eher nicht!

Alle Pfle­ge­ex­per­ten sind sich dar­in einig, dass auf Grund der demo­gra­phi­schen Ent­wick­lung ein „Wei­ter so wie bis­her“ nicht mehr funk­tio­niert! Und woher kom­men die­se 8.000 Mitarbeiter*innen, wenn schon heu­te vie­le Ein­rich­tun­gen die Fach­kraft­quo­te und die gefor­der­ten Stel­len nicht beset­zen kön­nen, nicht nur in den Pfle­ge­hei­men, nein auch beim MDK geht es knapp zu! Die MDK-Mitarbeiter*innen arbei­ten lt. Ärz­te­Zei­tung vom 28.09.2017 auch bereits am Limit! Der­zeit beschäf­ti­gen die 15 Medi­zi­ni­schen Diens­te der Kran­ken­kas­sen rund 9.000 Mitarbeiter*innen, dar­un­ter mehr als 2.200 Ärz­te und rund 2.700 Pfle­ge­fach­kräf­te. Pfle­ge­fach­kräf­te, die in den Pfle­ge­hei­men drin­gend gebraucht würden.

Stimmt die Gesamt­kon­struk­ti­on der gesetz­li­chen Vor­ga­ben und Rah­men­be­din­gun­gen noch? Fach­frau­en und Fach­män­ner aus der Bran­che behaup­ten viel­leicht nicht zu Unrecht, dass zu wenig Geld im Sys­tem ist und war­ten mit Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen auf, die sich die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­gre­mi­en anhö­ren sollten.

Hier nur ein paar Bei­spie­le dazu:

  • Pfle­ge­hei­me brau­chen kei­ne dop­pel­ten Prüf­instan­zen wie Heim­auf­sicht und MDK, die 2.700 Pfle­ge­fach­kräf­te feh­len in den Pflegeheimen!
  • Es ist zu wenig Geld im Sys­tem! Die poli­ti­sche For­de­rung nach höhe­ren Gehäl­tern in der Pfle­ge darf nicht zu Las­ten der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen gehen!
  • Die Sach­leis­tun­gen der Pfle­ge­kas­sen müss­ten jähr­lich dyna­mi­siert wer­den, min­des­tens um die Stei­ge­rung der Grundlohnsummen!
  • Die Kos­ten der Behand­lungs­pfle­ge in Pfle­ge­hei­men müss­ten die Kran­ken­kas­sen zu 100 % über­neh­men. Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in Pfle­ge­hei­men zah­len den glei­chen Mit­glieds­bei­trag an die Kran­ken­kas­sen wie die Pfle­ge­be­dürf­ti­gen daheim, erhal­ten im Gegen­satz zu die­sen aber kei­ne Behand­lungs­pfle­ge-Sach­leis­tun­gen von den Krankenkassen!
  • Die Alten­pfle­ge brau­che drin­gend ein struk­tu­rier­tes und auf ihre Bedar­fe zuge­schnit­te­nes Zuwanderungsgesetz!

Sicher­lich fal­len Ihnen zahl­rei­che wei­te­re Bei­spie­le ein, die wir ger­ne im nächs­ten BAYERNLETTER® ver­öf­fent­li­chen wür­den.
Bit­te rich­ten Sie Ihren Bei­trag an: info[at]schwan-partner.de

Kos­ten- und Leis­tungs­check – Raus aus den roten Zahlen

Bedingt durch regio­na­le Über­ka­pa­zi­tä­ten und durch die gestie­ge­nen Sach- und Lohn­kos­ten der letz­ten Jah­re ste­hen vie­le Häu­ser vor wirt­schaft­li­chen Pro­ble­men und ste­cken tief in roten Zah­len. Um eine Trend­wen­de zur schwar­zen Null und zum posi­ti­ven Betriebs­er­geb­nis ein­lei­ten zu kön­nen, ist eine Ana­ly­se der Kos­ten und das Auf­spü­ren von Schwach­stel­len notwendig!

Hei­me, die rote Zah­len schrei­ben, haben in der Regel Pro­ble­me mit zu hohen Kos­ten und Schwach­stel­len in der Orga­ni­sa­ti­on und im Manage­ment. Die­se bei­den Pro­blem­fel­der gilt es zu ana­ly­sie­ren.

Hier sind die Ansatz­punk­te:

1.    Kos­ten­check

In den Kos­ten-Check flie­ßen fol­gen­de Daten ein:

  • Wirt­schafts- und Stellenplan
  • Hoch­rech­nung des Gesamt­ergeb­nis­ses für das lau­fen­de Jahr
  • Bele­gungs­ent­wick­lung
  • Bele­gungs­über­sicht und Soll-Ist-Ver­gleich der Pflegestellen
  • Stel­len und Durch­schnitts-Gehäl­ter im Pflegebereich
  • Stel­len und Durch­schnitts-Gehäl­ter in den sons­ti­gen Bereichen
  • Essens-Sta­tis­tik 
  • Pfle­ge­satz­ver­ein­ba­run­gen 
  • Ver­sor­gungs­ver­trag und LQM

2.    Schwach­stel­len­ana­ly­se in allen Berei­chen not­wen­dig! 
In der Ana­ly­se wer­den die ein­zel­nen Berei­che der Ein­rich­tun­gen genau­er betrach­tet und Lösungs- und Hand­lungs­an­sät­ze herausgearbeitet. 

  • Ver­wal­tung
    Ein­spa­rungs­po­ten­zia­le fin­den sich in der Heim­kos­ten­ab­rech­nung und der Buch­hal­tung sowie in der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
  • Pfle­ge­be­reich
    Der ers­te Blick fällt auf die Per­so­nal­kos­ten­struk­tur der Ein­rich­tung. Täg­li­cher Check-Up der Soll-Ist-Stel­len und die Ein­füh­rung eines monat­li­chen Stel­len-Con­trol­lings sind ers­te Ansät­ze. Dienst-und Schicht­zei­ten soll­ten effi­zi­en­ter orga­ni­siert werden.
  • Essens­ver­sor­gung 
    Zu unter­su­chen sind oft Lebens­mit­tel­auf­wand und die Per­so­nal­aus­stat­tung. Auch die Kon­di­tio­nen des Cate­rers müs­sen kri­tisch betrach­tet werden. 
  • Haus­wirt­schaft
    Oft sind die Zustän­dig­kei­ten der Mitarbeiter*innen für Wäsche, Rei­ni­gung und Haus­wirt­schaft nicht klar gere­gelt. Die Wäsche wird außer­dem nicht nach Wäsche­ar­ten und Berei­chen getrennt. Durch kalk­hal­ti­ges Was­ser kön­nen sich bei der Ver­ein­ba­rung von Kilo-Prei­sen ver­steck­te Preis­er­hö­hun­gen ein­schlei­chen. Monat­li­che Aus­wer­tun­gen pro Bewohner*innen oder Bereich hel­fen, Ver­brauch und Prei­se auf Dau­er zu redu­zie­ren. Die­se Aus­wer­tung kann auch die Wäsche­rei selbst über­neh­men. Für Ange­hö­ri­ge kann eine detail­lier­te Wäsche­lis­te ein­ge­führt wer­den. Die Lis­te ent­hält Emp­feh­lun­gen, wel­che und wie vie­le Wäsche­stü­cke mit­ge­bracht wer­den soll­ten. 
    Ein gro­ßes Pro­blem bei der Eigen­rei­ni­gung ist, dass es zuweit kei­ne kla­re Zuord­nung der Mit­ar­bei­ter der Haus­wirt­schaft zu den ein­zel­nen Leis­tungs­be­rei­chen gibt. Ein­spa­rungs­mög­lich­kei­ten erge­ben sich aus einer Über­prü­fung und Über­ar­bei­tung der Leis­tungs­ver­zeich­nis­se. Die Kon­di­tio­nen der Rei­ni­gungs­fir­ma soll­ten über­prüft werden. 

Der Weg zur schwar­zen Null 
Ein Kos­ten­check erfasst sys­te­ma­tisch wirt­schaft­li­che Stär­ken und Schwach­punk­te einer Ein­rich­tung und ent­wi­ckelt dar­aus die not­wen­di­gen Schrit­te, die zur schwar­zen Null füh­ren, ohne Qua­li­täts­ver­lus­te hinzunehmen!

Haben Sie Fra­gen?
Dann wen­den Sie sich bit­te an Herrn Hart­mut Joi­the
per E‑Mail unter: hartmut.joithe(at)schwan-partner.de
oder rufen Sie ihn an unter: 089 665191–0

Sie kön­nen die­sen BAYERNLETTER® inkl. Anla­gen auch als pdf-Datei herunterladen.

Bayernletter

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Rainer Walk

Heimkostenabrechnung

Rainer Walk ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Bereich der Sozialwirtschaft tätig und spezialisierte sich bei einem Software-Hersteller in zahlreichen Kunden-Projekten für diesen Markt. Rainer Walk leitete den Support-Bereich, Schulungen und Seminare. Er koordinierte Entwicklungs- und Programmierungsprojekte. Das softwaregestützte Workflow-Management bei Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kam als weiteres Fachgebiet hinzu.
Die Schwerpunkte der Arbeit von Rainer Walk liegen in der herstellerunabhängigen strategischen IT-Beratung im Sozialbereich. Seine Tätigkeitsfelder sind das IT-Projekt- und Prozessmanagement und das Business Process Outsourcing (BPO) im Bereich Abrechnung.

Melanie Schwaiger

Geschäftsführerin

Melanie Schwaiger absolvierte 2009 bereits während ihres Studiums ein Praktikum bei Schwan & Partner. Nachdem sie ihr betriebswirtschaftliches Master-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie in den Bereichen Controlling und Pflegesatzwesen des Unternehmens. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind seitdem die Erstellung von Businessplänen, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie der Aufbau und die Implementierung von Controllinginstrumenten. Seit 2020 ist Frau Schwaiger Leitung des Geschäftsbereiches Finanz- und Rechnungswesen und 2021 wurde ihr zudem die Leitung des Bereichs Controlling übertragen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Melanie Schwaiger Geschäftsführerin von Schwan & Partner.

Edith Pfingstgräf

Projektmanagement

Edith Pfingstgräf ist seit 1999 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) qualifizierte sich berufsbegleitend zur Projektmanagerin IHK. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Edith Pfingstgräf liegen im Projektmanagement und Controlling von Pflegeeinrichtungen - die zielorientierte Planung, Steuerung und Information des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Edith Pfingstgräf hat umfangreiche Projekterfahrung bei der Implementierung eines Controlling-Systems, der Planung, Eröffnung und Betrieb von Senioreneinrichtungen sowie der Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Maria Lehr

Management

Maria Lehr kam bereits mit Erfahrung als Hauswirtsschafts- und stellvertretende Heimleitung in der Altenhilfe 1995 zur Schwan & Partner GmbH. Als Seniorberaterin waren ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Restrukturierung von Verwaltungsabläufen in Einrichtungen der Altenhilfe, die Unterstützung bei der Heimkostenabrechnung sowie die Verhandlung von Investitionskosten. Seit 2020 ist sie Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich operatives Management. Frau Lehr ist Geschäftsführerin von drei Altenhilfeeinrichtungen.

Julian Braun

Geschäftsführer

Julian Braun ist seit 2014 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Der studierte Betriebswirt (M.Sc.) startete im Bereich Controlling und wechselte im Jahr 2016 in die Pflegesatzabteilung. Von da an sammelte er auch Erfahrung im Bereich Management und Beratung als stellvertretende Leitung. 2020 wurde ihm die Leitung des Bereichs Pflegesatzwesen übertragen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Verhandlung von Pflegesätzen und in der Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse. Zudem besitzt er die Qualifikation zur Leitung von Pflegeeinrichtungen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Julian Braun Geschäftsführer von Schwan & Partner.

Andrea Fischer

Office Management

Andrea Fischer ist ausgebildete Industriekauffrau mit einer Weiterbildung zur praktischen Betriebswirtin. Seit 1999 leitet sie das Office Management von Schwan & Partner und ist verantwortlich für die administrativen Aufgaben. Als Prokuristin und Assistentin der Gesellschafter ist sie mit allen Belangen des Unternehmens und der Mitarbeiter*innen betraut.

Hubert Braun

Management / Pflegesatzwesen

Hubert Braun ist studierter Betriebswirt. Seine berufliche Karriere begann 1990 bei einem großen Wohlfahrtsverband. Dort war er für die betriebswirtschaftliche Beratung und für das Pflegesatzwesen verantwortlich.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Controlling sowie im Bereich Pflegesatz für Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen. 

Er berät soziale Einrichtungen bei Leistungs- und Entgeltvereinbarungen und unterstützt sie bei Schiedsstellenverfahren. Die Begleitung bei Betriebsübergängen, die Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen ist ebenso seine Kernkompetenz.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Planern und Investoren bei der Projektierung und Realisierung von Senioreneinrichtungen. Hubert Braun ist Mitglied der Landespflegesatzkommission Bayern.

Silvia Josephi

Finanzbuchhaltung

Silvia Josephi ist ausgebildete IT-Kauffrau, geprüfte Bilanzbuchhalterin (IHK) und internationale Bilanzbuchhalterin (IHK). Seit 1995 ist sie bei der Schwan & Partner GmbH für den Aufbau und die kontinuierliche Expansion des Geschäftsbereiches Finanzbuchhaltung in den Bereichen Alten-, Behinderten-, und Jugendhilfe sowie für kommunale Einrichtungen verantwortlich. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Übernahme von laufenden Buchhaltungen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Ansprechpartnerin für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Implementierung von Kostenrechnungsstrukturen. Im Bereich der Beratung gehören zu ihrer Expertise praxisorientierte Soll-IST-Analysen von Prozessabläufen und Organisationsstrukturen innerhalb der Abteilung Rechnungswesen sozialer Einrichtungen.

Hartmut Joithe

Geschäftsführender Gesellschafter