Bayernletter September 2017

Ausgabe 127

Altenhilfe | Aus der Praxis für die Praxis

I. Klarstellung zu den neuen bayernweiten Personalschlüsseln ab 01.10.2017

In der Bayernletter Ausgabe 126 aus August 2017 haben wir über die neuen bayernweiten Personalschlüssel ab 01.10.2017 informiert.

Verschiedene Berichterstattungen über die neuen bayernweiten Personalschlüssel haben zu zahlreichen Nachfragen zu diesem Thema geführt.

Aus diesem Grund möchten wir in dieser Ausgabe folgendes klarstellen:

  • Die Personalschlüssel gelten erst ab dem Zeitpunkt der Neuverhandlung der Pflegesätze, nicht automatisch ab 01.10.2017. Läuft Ihre Vergütungsvereinbarung z. B. bis 30.11.2017, dann gelten die neuen Personalschlüssel erst mit Neuverhandlung ab 01.12.2017

  • Bei den bayernweiten Personalschlüsseln handelt es sich um BASIS-Personalschlüssel, d. h. diese werden nochmals auf einrichtungsindividuelle Personalschlüssel, anhand der Pflegedurchschnittskosten, der Wochenarbeitszeit und der prospektiven Belegung, umgerechnet

  PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
Basisschlüssel bis 30.09.2017 1 : 4,02 1 : 2,70 1 : 1,99 1 : 1,80
Basisschlüssel ab 01.10.2017 1 : 3,71 1 : 2,60 1 : 1,98 1 : 1,79

 

  • Für Einrichtungen, die ab dem 01.03.2018 neue Pflegesätze verhandeln, werden weitere Basis-Personalschlüssel in der LPSK-Sitzung am 10.01.2018 beschlossen

 

II. Erinnerung zum PSG II-Zuschlag ab 01.10.2017

  • Für Einrichtungen, die im Jahr 2017 nicht verhandelt haben und die Laufzeit der Vergütungsvereinbarung vor dem 30.09.2017 endet, kann der PSG II-Zuschlag ab 01.10.2017 nicht mehr abgerechnet werden
  • Für alle anderen Einrichtungen endet der PSG II-Zuschlag in der Regel mit dem Ende der Laufzeit der Vergütungsvereinbarung

  • Bei Wegfall des PSG II-Zuschlags sinkt auch der einrichtungseinheitliche Eigenanteil um die Höhe des PSG II-Zuschlags
    Besitzstandsschutz kann sich reduzieren

  • Sollte nicht neu verhandelt werden, sinken die Pflegesätze zum 01.10.2017. Hierdurch reduzieren sich ebenfalls eventuelle Besitzstandsschutzansprüche um die Höhe des monatlichen PSG II-Zuschlags. Der neue Besitzstandsschutzbetrag muss von der Pflegekasse des Bewohners diesem mitgeteilt werden

 

III. Sonderkonto für Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in geförderten Einrichtungen (§ 76 Abs. 2 AVSG)

Aufgrund der Tatsache, dass die Jahresabschlüsse 2016 nun beendet sind, möchten wir nochmals auf unsere Bayernletter Ausgaben 125 aus Juli 2017 und 108 aus Januar 2016 hinweisen.

Wir empfehlen nachdrücklich, den Nachweis über die Verwendung der Instandsetzungspauschale kontinuierlich zu führen und nicht erst mit Ablauf der Fristen bzw. Bescheid-Ende diese zu rekonstruieren.

Für die Führung dieses Sonderkontos wurde von der Arbeitsgruppe „Teilbereich Finanzierung“ (Unterarbeitsgruppe der LPSK) eine Excel-Datei entwickelt, die bereits an die Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege verschickt wurde.


Haben Sie Fragen?
Dann wenden Sie sich bitte an Herrn Hubert Braun
per E-Mail unter: hubert.braun(at)schwan-partner.de
oder rufen Sie an unter: 089 665191-0

 

Neuer Service von RICHTERRECHTSANWÄLTE: „HKP-Widerspruch.de“

Die Widersprüche gegen Ablehnungen der ärztlichen Verordnungen häuslicher Krankenpflege begleiten uns seit Anbeginn der Tätigkeit. Es ist mitunter wirklich nicht mehr zu verstehen, warum einige Krankenkassen einen solchen Elan entwickeln, Verordnungen häuslicher Krankenpflege abzulehnen mit teilweise abenteuerlichen oder abstrusen Begründungen. Das Problem der Dienste ist vielfach die Scheu der Kunden davor, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Was kostet eine anwaltliche Dienstleistung? Ist dies nicht zu viel Arbeit? Verprelle ich nicht meine Krankenkasse ganz und gar? Dies sind nur die häufigsten Überlegungen. Hier nun die Abhilfe:

In diesem Jahr wird in der Deutschen Anwaltschaft vor allem das Thema Legal Tech diskutiert, also der Zugang zum Recht über das Internet. Vorreiter sind die Seiten „Flugrechte.de“ und „Hartz4Widerspruch.de“. Wir folgen nun mit „HKP-Widerspruch.de“. Wir wollen damit den Zugang zum Recht, also zum konkreten Widerspruch erleichtern. Die Schwelle, einen Anwalt einzuschalten, soll dadurch gesenkt werden, dass man dem Anwalt nichts erklären muss und insbesondere die Einschaltung des Anwaltes keine Gebühren auslöst. So übernehmen wir bereits – nach Übersendung der ärztlichen Verordnung sowie des Ablehnungsschreibens – die Prüfung, ob der Widerspruch geeignet ist, wobei dabei ja lediglich zu prüfen ist, ob die Widerspruchsfrist abgelaufen ist und ob die Verordnung zur Diagnose passt. Wir gehen also davon aus, dass wir in mindestens 80 % der Fälle die Empfehlung geben, dass der Widerspruch Sinn macht. Wir brauchen wie bisher lediglich noch eine Vollmacht. Diese wird den Kunden mit unserem Ergebnis der Prüfung übermittelt. Und das ist dann schon alles.

Wir brauchen:

  • die ärztliche Verordnung
  • das Ablehnungs- oder Befristungsschreiben der Krankenkasse
  • die Vollmacht des Versicherten/ Ihres Kunden

Der kostenfreie Service hkp-widerspruch.de beschreitet neue Wege und denkt das Rechtsanwaltsbüro neu. Die technische, EDV-basierte Prüfung der Ablehnung und des Widerspruchsverfahrens macht es möglich, die Leistung besonders effizient durchzuführen. Langwierige Erörterungen, Abstimmung von Terminen usw., entfallen. Der standardisierten Prüfung der Erfolgsaussichten folgt ein individuelles Widerspruchsverfahren. Schließlich ist es Ihr Anspruch!

Diese Effizienz ermöglicht die anwaltliche Arbeit zu einem Preis, der sich an Ihrem Erfolg messen lässt. Da die allermeisten Rechtsschutzversicherungen das Widerspruchsverfahren im Sozialrecht nicht beinhalten, werden viele Betroffene davon abgehalten, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Bundesrechtsanwaltsordnung hat darauf reagiert und mit § 4a Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) die Vereinbarung eines Erfolgshonorars zugelassen, wenn der Auftraggeber aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse bei verständiger Betrachtung ohne Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung abgehalten wurde. Wir dürfen daher auf die Geltendmachung eines Honorars in dem Fall verzichten, dass Ihr Widerspruch keinen Erfolg hat. Dies tun wir: Garantiert!

Wird der Widerspruch gewonnen, dann übernimmt die Krankenkasse im Rahmen der gesetzlichen Regelungen die festgelegten Kosten. Wird das Verfahren aus anderen Gründen beendet oder dringen wir im Widerspruchsausschuss nicht durch, dann kostet das Widerspruchsverfahren den Kunden (und den Pflegedienst) nichts. Wir geben dann eine Empfehlung zur Klage oder eben auch nicht. Da Klageverfahren dürfen wir standesrechtlich nicht auf Erfolgsbasis anbieten.

Dieser Service richtet sich an die gesetzlich Versicherten und natürlich auch an die Pflegedienste. Unser Ziel ist es vor allem, die Durchsetzung des Rechtsanspruchs ganz einfach zu machen und damit den Aufwand für alle Seiten so klein wie möglich zu halten.

hkp-widerspruch.de
RICHTERRECHTSANWÄLTE
Mönckebergstraße 17
20095 Hamburg
Fax: 040 309694 89

www.hkp-widerspruch.de



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