BAYERNLETTER® Febru­ar 2026

Nachtrag zum Rahmenvertrag für die vollstationäre Pflege in Bayern zum 01.03.2026 // Bayern reformiert die Aufsicht über Pflegeheime // Einladung: Controlling-Fachtag in München

BAYERNLETTER Febru­ar 2026 Aus­ga­be 225

I. Nach­trag zum Rah­men­ver­trag für die voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge in Bay­ern zum 01.03.2026 — Wei­ter­ent­wick­lung betrieb­li­cher Aus­fall­kon­zep­te in Bayern

Kos­ten­trä­ger- und Leis­tungs­er­brin­ger­ver­bän­de haben sich in einem Nach­trag zum Rah­men­ver­trag auf die Wei­ter­ent­wick­lung betrieb­li­cher Aus­fall­kon­zep­te in Bay­ern geeinigt.

A) Was regelt der Nach­trag zum Rahmenvertrag?

1. Sprin­ger­kräf­te, Sprin­ger­pools, Ruf- und Bereitschaftsdienste

Der Nach­trag zum Rah­men­ver­trag für die voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge in Bay­ern regelt die Ein­füh­rung und Refi­nan­zie­rung betrieb­li­cher Aus­fall­kon­zep­te um kurz­fris­ti­ge Per­so­nal­aus­fäl­le abzu­fe­dern, die Dienst­plan­si­cher­heit zu erhö­hen und Zeit­ar­beit zu reduzieren.

Zusatz­schlüs­sel von bis zu 1 : 50 für

  • Sprin­ger­kräf­te
  • Sprin­ger­pools
  • Sprin­ger­schich­ten

2. Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung

Bei Vor­la­ge ent­spre­chen­der Kos­ten­nach­wei­se für Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lungs­maß­nah­men im Rah­men des betrieb­li­chen Aus­fall­ma­nage­ments ist eine zusätz­li­che Berück­sich­ti­gung die­ser Kos­ten bis zu 250,00 EUR pro Voll­zeit­stel­le und Jahr unter fol­gen­den Maß­ga­ben möglich.

Dop­pel­fi­nan­zie­run­gen – ins­be­son­de­re in den Berei­chen „Fort- und Wei­ter­bil­dung / Super­vi­si­on“ und „Auf­wen­dun­gen Digi­ta­li­sie­rungs­kos­ten und IT“– sind aus­zu­schlie­ßen und durch geeig­ne­te Nach­wei­se der Ein­rich­tung ein­deu­tig zu ver­mei­den. Sobald Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lungs­maß­nah­men nach­ge­wie­sen wer­den, ist zu prü­fen, ob antei­lig Kos­ten auf “Fort- und Wei­ter­bil­dung / Super­vi­si­on” und “Auf­wen­dun­gen Digi­ta­li­sie­rungs­kos­ten und IT” ent­fal­len. Die Kos­ten­nach­wei­se der “Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung” sind um die­se Beträ­ge zu bereinigen.

3. Per­so­nal­mehr­ver­gü­tung

Auf der Grund­la­ge eines betrieb­li­chen Aus­fall­kon­zepts wer­den der Pfle­ge­ein­rich­tung die von ihr gewähr­ten Zuschlä­ge, Zula­gen und Prä­mi­en refi­nan­ziert, soweit deren Höhe wirt­schaft­lich und ange­mes­sen ist.

Hier­zu zäh­len u.a.:

  • Zula­gen für Springer
  • Ein­spring­ver­gü­tun­gen
  • Ver­gü­tung für Ruf­be­reit­schaf­ten und Bereitschaftsdienste
B) Wann kann ein Zusatz­schlüs­sel für Sprin­ger ver­ein­bart werden?

Ein Zusatz­schlüs­sel von bis zu 1:50 für die betrieb­li­chen Aus­fall­kon­zep­te gemäß § 113c Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB XI kann inner­halb des Rah­mens der fest­ge­leg­ten Per­so­nal­ober­gren­zen grund­sätz­lich immer refi­nan­ziert werden.

Eine Refi­nan­zie­rung über die Per­so­nal­ober­gren­ze hin­aus kann nur ver­ein­bart wer­den, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen vorliegen:

a) Nach­weis betrieb­li­ches Ausfallkonzept

Es ist ein betrieb­li­ches Aus­fall­kon­zept vor­zu­le­gen. Im Rah­men eines betrieb­li­chen Aus­fall­kon­zepts sind u.a. Ruf­be­reit­schaf­ten und Bereit­schafts­diens­te sowie Sprin­ger­kon­zep­te darzustellen.

b) Nach­weis Organisationsentwicklung

Die voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge­ein­rich­tung hat zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung­eine geeig­ne­te Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung zur Ein­füh­rung eines sys­te­ma­ti­schen Aus­fall­ma­nage­ments durch­ge­führt oder plant kon­kret eine ent­spre­chen­de Durchführung

c) Nach­weis der Stel­len und Aus­schöp­fung aller Personalschlüssel

Die Pfle­ge­ein­rich­tung muss bereits alle Per­so­nal­schlüs­sel aus­ge­schöpft haben und weist die Beset­zung der Stel­len nach.

d) Nach­weis ein­rich­tungs­spe­zi­fi­sche Besonderheiten
  • Die Pfle­ge­ein­rich­tung legt dar, dass auf Grund ein­rich­tungs­spe­zi­fi­scher Beson­der­hei­ten eine Umset­zung eines betrieb­li­chen Aus­fall­kon­zepts inner­halb der bestehen­den Per­so­nal­ober­gren­zen ohne zusätz­li­che Funktionsstelle(n) nicht mög­lich ist.
  • Im Rah­men der nächs­ten Pfle­ge­satz­ver­hand­lung ist zu eva­lu­ie­ren, ob das imple­men­tier­te Aus­fall­kon­zept erfolg­reich ist (z.B. Erhö­hung der Dienst­plan­si­cher­heit, Redu­zie­rung der Fluk­tua­ti­on, Redu­zie­rung Leih­ar­beit, Stei­ge­rung der Bele­gung); soll­te die­se Maß­nah­me nicht die gewünsch­te Wir­kung ent­fal­ten, erfolgt kei­ne wei­te­re Refinanzierung.
  • Der Fach­kraft­an­teil kann bei 100% lie­gen und hat min­des­tens dem ver­ein­bar­ten Fach­kraft­an­teil zu entsprechen.

II. Bay­ern refor­miert die Auf­sicht über Pflegeheime

Laut der aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Gesund­heit, Pfle­ge und Prä­ven­ti­on, ver­öf­fent­licht über das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Pfle­ge, wird die Auf­sicht über Pfle­ge­hei­me in Bay­ern neu struk­tu­riert, um Zustän­dig­kei­ten kla­rer zu regeln und Büro­kra­tie abzubauen.

Kurz zusam­men­ge­fasst:

  • Die jähr­li­che Regel­prü­fung über­nimmt künf­tig der Medi­zi­ni­sche Dienst
  • Die FQA kon­zen­triert sich stär­ker auf Bera­tung, Qua­li­täts­ent­wick­lung und anlass­be­zo­ge­ne Kontrollen
  • Dop­pel­prü­fun­gen sol­len ver­mie­den und der Infor­ma­ti­ons­aus­tausch ver­bes­sert werden
  • Ziel ist eine effi­zi­en­te­re Pfle­ge­auf­sicht, die Qua­li­tät sichert, Büro­kra­tie redu­ziert und den­noch die Ver­sor­gung der Men­schen im Mit­tel­punkt hat

 
Haben Sie Fra­gen? Dann wen­den Sie sich bit­te an Herrn Hubert Braun per E‑Mail unter hubert.braun@schwan-partner.de oder rufen Sie an unter 089 665191–0.

III. Ein­la­dung: Con­trol­ling-Fach­tag in München

Lie­be Geschäfts­füh­run­gen, Ein­rich­tungs­lei­tun­gen, kauf­män­ni­sche Ver­ant­wort­li­che und alle, die Con­trol­ling als zen­tra­les Steue­rungs- und Füh­rungs­in­stru­ment nut­zen möchten,

wir freu­en uns sehr, Sie zu unse­rem 1. Schwan & Part­ner Fach­tag zum The­ma „Con­trol­ling“ ein­zu­la­den. Mit die­ser Ver­an­stal­tung möch­ten wir eine Platt­form schaf­fen, die Raum für fun­dier­ten fach­li­chen Aus­tausch, pra­xis­na­he Impul­se und einen offe­nen Dia­log zu aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen und Ent­wick­lun­gen im moder­nen Con­trol­ling der Pfle­ge- und Sozi­al­wirt­schaft bietet.

Gemein­sam mit Ihnen möch­ten wir die stra­te­gi­sche Bedeu­tung des Con­trol­lings für Pfle­ge­ein­rich­tun­gen beleuch­ten, rele­van­te Kenn­zah­len als Grund­la­ge dis­ku­tie­ren und pra­xis­ori­en­tier­te Ansät­ze für die Umset­zung im All­tag vor­stel­len. In mode­rier­ten Q&A‑Runden haben Sie zudem die Mög­lich­keit, Ihre indi­vi­du­el­len Fra­ge­stel­lun­gen ein­zu­brin­gen und aktiv am Fach­li­chen Aus­tausch mitzuwirken.

Lesen Sie die detal­lier­te Agen­da hier im pdf-For­mat

Eine Anmel­dung ist ab sofort unter dem Link Anmel­dung zum Con­trol­ling-Fach­tag möglich.

Haben Sie Fra­gen? Dann wen­den Sie sich bit­te an info@schwan-partner.de oder rufen Sie an unter 089 665191–0.

Lesen Sie den voll­stän­di­gen Bayernletter hier im pdf-For­mat

Bayernletter

Weitersagen:

Khrystyna Baran

Controlling

Seit 2021 ist Khrystyna Baran bei der Schwan & Partner GmbH im Bereich Controlling beschäftigt. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit umfassen die Erstellung von Finanzplänen und Prognosen sowie Durchführung von Abweichungs-, Schwachstellen- und Wirtschaftlichkeitsanalysen, die der erfolgreichen Unternehmenssteuerung und seiner Teilbereiche dienen.

Darüber hinaus besitzt die studierte Betriebswirtin weitreichende Kenntnisse über die wichtigsten Leistungskennzahlen von Pflegeheimen. Diese Kennzahlen ermöglichen die zahlen- und faktenbasierte Unternehmensführung und bilden eine solide Grundlage für die Entscheidungen der Geschäftsleitung und des Managements. Ende 2024 wurde ihr die Leitung des Geschäftsbereiches Controlling übertragen.

Kristina Jotz

Pflegesatzwesen

Kristina Jotz ist seit 2011 Teil der Schwan & Partner GmbH und hat ihren Weg in der Pflegesatzabteilung begonnen, nachdem sie ihr Studium der Diplom-Betriebswirtschaftslehre erfolgreich abgeschlossen hatte. Im Juli 2019 übernahm sie die stellvertretende Leitung der Abteilung, bevor sie im November 2024 die Verantwortung als Abteilungsleiterin der Pflegesatzabteilung übernahm. Ihre Schwerpunkte liegen in der Verhandlung von Pflegesätzen sowie in der Beratung von Einrichtungen zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Zudem besitzt sie die Qualifikation, Pflegeeinrichtungen zu leiten.

Nilgün Bürger

Steuerberaterin / Finanzbuchhaltung

Nilgün Bürger ist Dipl. Betriebswirtin (FH), Steuerberaterin und seit 1. Oktober 2022 ebenso als Leiterin der Finanzbuchhaltung tätig. Zudem ist Sie Gesellschafter-Geschäftsführerin der Steuerberatung Schwan & Partner GmbH StBG. Sie hat mehr als 17 Jahre Erfahrung bei der steuerlichen Beratung von Unternehmen im Gesundheitssektor, Stiftungen und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen. Dabei liegt ihr Tätigkeitsschwerpunkt bei der steuerlichen Beratung sowie steuerrechtlichen Spezialfragestellungen gemeinnütziger Einrichtungen. Die Vertretung gegenüber den Finanzbehörden bei Betriebsprüfungen, verbindliche Auskünfte als auch bei Einspruchs- und Klageverfahren gehören ebenso wie die Erstellung von Steuererklärungen /-voranmeldungen, Jahresabschlüssen (kameral, doppisch) und Finanzbuchhaltungen zu Ihrer Kernkompetenz.

Rainer Walk

Heimkostenabrechnung

Rainer Walk ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Bereich der Sozialwirtschaft tätig und spezialisierte sich bei einem Software-Hersteller in zahlreichen Kunden-Projekten für diesen Markt. Rainer Walk leitete den Support-Bereich, Schulungen und Seminare. Er koordinierte Entwicklungs- und Programmierungsprojekte. Das softwaregestützte Workflow-Management bei Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrtspflege kam als weiteres Fachgebiet hinzu.
Die Schwerpunkte der Arbeit von Rainer Walk liegen in der herstellerunabhängigen strategischen IT-Beratung im Sozialbereich. Seine Tätigkeitsfelder sind das IT-Projekt- und Prozessmanagement und das Business Process Outsourcing (BPO) im Bereich Abrechnung.

Melanie Schwaiger

Geschäftsführerin / Controlling

Melanie Schwaiger absolvierte 2009 bereits während ihres Studiums ein Praktikum bei Schwan & Partner. Nachdem sie ihr betriebswirtschaftliches Master-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie in den Bereichen Controlling und Pflegesatzwesen des Unternehmens. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind seitdem die Erstellung von Businessplänen, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie der Aufbau und die Implementierung von Controllinginstrumenten. Seit 2020 ist Frau Schwaiger Leitung des Geschäftsbereiches Finanz- und Rechnungswesen und 2021 wurde ihr zudem die Leitung des Bereichs Controlling übertragen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Melanie Schwaiger Geschäftsführerin von Schwan & Partner.

Edith Pfingstgräf

Projektmanagement

Edith Pfingstgräf ist seit 1999 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) qualifizierte sich berufsbegleitend zur Projektmanagerin IHK. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Edith Pfingstgräf liegen im Projektmanagement und Controlling von Pflegeeinrichtungen - die zielorientierte Planung, Steuerung und Information des Unternehmens und seiner Teilbereiche. Edith Pfingstgräf hat umfangreiche Projekterfahrung bei der Implementierung eines Controlling-Systems, der Planung, Eröffnung und Betrieb von Senioreneinrichtungen sowie der Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Maria Lehr

Management

Maria Lehr kam bereits mit Erfahrung als Hauswirtschafts- und stellvertretende Heimleitung in der Altenhilfe 1994 zur Schwan & Partner GmbH. Als Seniorberaterin waren ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Restrukturierung von Verwaltungsabläufen in Einrichtungen der Altenhilfe, die Unterstützung bei der Heimkostenabrechnung sowie die Verhandlung von Investitionskosten. Seit 2020 ist sie verantwortlich für den Bereich operatives Management. Frau Lehr ist zudem Geschäftsführerin einer Altenhilfeeinrichtung.

Julian Braun

Geschäftsführer / Pflegesatzwesen

Julian Braun ist seit 2014 bei der Schwan & Partner GmbH tätig. Der studierte Betriebswirt (M.Sc.) startete im Bereich Controlling und wechselte im Jahr 2016 in die Pflegesatzabteilung. Von da an sammelte er auch Erfahrung im Bereich Management und Beratung als stellvertretende Leitung. 2020 wurde ihm die Leitung des Bereichs Pflegesatzwesen übertragen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Verhandlung von Pflegesätzen und in der Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse. Zudem besitzt er die Qualifikation zur Leitung von Pflegeeinrichtungen. 

Seit dem 01.01.2022 ist Julian Braun Geschäftsführer von Schwan & Partner und derzeit zudem Geschäftsführer von drei Altenhilfeeinrichtungen.

Andrea Fischer

Office Management

Andrea Fischer ist ausgebildete Industriekauffrau mit einer Weiterbildung zur praktischen Betriebswirtin. Seit 1999 leitet sie das Office Management von Schwan & Partner und ist verantwortlich für die administrativen Aufgaben. Als Prokuristin und Assistentin der Gesellschafter ist sie mit allen Belangen des Unternehmens und der Mitarbeiter*innen betraut.

Hubert Braun

Management / Pflegesatzwesen

Hubert Braun ist studierter Betriebswirt. Seine berufliche Karriere begann 1990 bei einem großen Wohlfahrtsverband. Dort war er für die betriebswirtschaftliche Beratung und für das Pflegesatzwesen verantwortlich.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Controlling sowie im Bereich Pflegesatz für Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen. 

Er berät soziale Einrichtungen bei Leistungs- und Entgeltvereinbarungen und unterstützt sie bei Schiedsstellenverfahren. Die Begleitung bei Betriebsübergängen, die Erstellung von Businessplänen und Wirtschaftlichkeitsanalysen ist ebenso seine Kernkompetenz.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Planern und Investoren bei der Projektierung und Realisierung von Senioreneinrichtungen. Hubert Braun ist Mitglied der Landespflegesatzkommission Bayern.

Hartmut Joithe

Geschäftsführender Gesellschafter